Dienstag, 4. September 2012

China: Shop ´til you drop in Beijing

Neben Essen gehen ist zweitliebste Freizeitbeschäftigung Shoppen. Das kann man besonders gut auf diversen Märkten, die mittlerweile allesamt in klimatisierten Malls untergebracht wurden (zumindest in Beijing) oder in Malls, wo man allerdings neben chinesischen Marken auch alle internationalen Marken zu internationalen Preisen findet, was das ganze wiederum weniger interessant macht.

Für mich persönlich ist natürlich auch ein Supermarkt sehr interessant, da ich mich dann dort immer mit Sojasoßen, Sesamöl, Nudeln, Kochwein und sonstigen chinesischen Delikatessen eindecke, die ich hier entweder gar nicht oder nur zu sehr teuren Preisen bekomme. Das schlägt sich allerdings dann auch im Gewicht des Koffers nieder und ich war der LH äußerst dankbar, dass sie mir meine knapp 6 Kilo Übergepäck und zwei Handgepäckstücke nachgesehen haben...

Meine Schnäppchen reichen dieses Mal von Glitzerkram, echten Perlen (aber dieses Mal fast keine für mich...) über Nagellack und einer Uhr bis zum Brautkleid incl. passenden Accessoires. Vom Kleid und den Sachen wird hier natürlich nichts gezeigt, aber ich kann so viel verraten, dass ich für mein maßgeschneidertes Brautkleid nur einen Bruchteil dessen bezahle, was es hier kosten würde. Und wird genau so, wie ich es will und damit ein Unikat. :-) Für das gesparte Geld, könnte ich glatt noch 2 Mal nach China fliegen und hätte immer noch was übrig! Weitere Klamotten hab ich dieses Mal nur wenige gekauft: Plateau-Flipflops, ein Seidenoberteil im Qipao-Style, 2 Tops im Vorbeigehen, die zum Glück auch passten und ein paar Sachen für das Baby von Freunden.

Einige Auszüge aus der Beute:

"Diamonds" and Pearls:
Die Ringe und Ketten glitzern so schön wie Swaro und ich liebe dieses Roségold... Alles zusammen hat knapp 120 RMB gekostet, also ca. 15 Euro. Aber ich war noch nicht gut beim Handeln, das hab ich am ersten Tag gekauft, da fehlt irgendwie der Flow und die Hemmschwelle ist zu hoch, als dass man gleich mal nur einen Bruchteil des Preises als Verhandlungsbasis nimmt.


Echte Perlen kauft man in Beijing am besten auf dem Hongqiao (siehe unten), U-Bahn Haltestelle: Tiantan Dongmen 天坛东门 (Heaven´s Temple East Gate). Mittlerweile ist das zwar kein Geheimtipp mehr, aber wenn man anständig handelt und chinesisch kann, bekommt man dennoch einiges für wenig Geld. Die dicke Perlenkette ist für meine SchwieMu. Sie hat sich so eine gewünscht. Die Steckerchen sind für verschiedene Leute, die Halsketten mal sehen. Alles zusammen hat mich 30 Euro gekostet...

Der Perlenmarkt. Die Tafel mit den grünen, roten und gelben Linien ist übrigens das Verkehrsleitsystem. Man sieht sofort, wo Stau ist und wo frei ist.
Die gab´s für 35 RMB, ca. 4,40 Euro und
und hat sooo schön geglitzert
Nagellack:
Jaaa, da musste ich doch zuschlagen... Einer hat 5 RMB gekostet, ich hab´s aufgrund der Menge für 2 bekommen. Das sind dann 24 RMB, ca. 3 Euro... :-) Der silberne mit dem weißen Deckel in der 2. Reihe ist der Hit, aber die sind allesamt absolut klasse. Einer hat auch einen leichten Holo-Effekt, der links vom silbernen. Der neon-rosa sieht genau so auf dem Nagel aus, wie in der Flasche! Der Hammer.

"Künstlerbedarf":
Ich sag jetzt fast lieber nicht, was das gekostet hat, sonst kriegen sicher einige Leute hier die Krise. Gekostet haben diese wunderschönen Naturhaarpinsel 50 RMB, d.h. etwas mehr als 8 Euro... Jetzt muss mir noch einer sagen, was man mit den Dingern alles macht... Es gab das auch noch mit noch mehr Pinseln, aber man muss ja nicht gleich übertreiben :-D

naja, ob´s wirklich MÄC ist, darf bezweifelt werden, aber sieht doch toll aus, oder?
Foodstuff:
Besonders die Datteln sind äußerst lecker...

Bisschen ärgerlich war, dass der Mann direkt bei der ersten Abhebeaktion seine Kreditkarte im Automaten stecken ließ. Dort ist es nämlich anders als bei uns: erst kommt das Geld und dann muss man einen Knopf drücken, um die Karte zu bekommen. Glücklicherweise hat es uns bzw. meine chinesischen Freunde nur einen Anruf gekostet, um zu erfahren, dass wir die Karte schon direkt am übernächsten Tag bei der nächstgelegenen Filiale der Bank of China wieder abholen dürfen. Das hätte auch problemlos geklappt, wären wir nicht so viel unterwegs gewesen. So musste der Mann leider eine Woche warten, bis er sie wieder hatte. Dann war es aber unproblematisch und ging ruckzuck.

Back from Beijing - erste Impressionen

Seit gestern bin ich wieder in Deutschland. Seit heute morgen um 6 Uhr sitze ich topfit in unserer Wohnung rum. Nachdem nun der Koffer ausgepackt ist und das erste deutsche Frühstück verputzt wurde, wird es dann doch endlich Zeit meine fast zweiwöchige Bloggerabstinenz zu beenden. Leider hat das Bloggen in China mit Blogger gar nicht funktioniert, ich vermute mal, der chinesische Zensor hat was dagegen gehabt. Nun denn, wo fang ich an? Ich hab mir überlegt, dass ich statt einem Riesenbericht, besser mehrere kleine mit unterschiedlichen Themen mache, wie Shopping, Essen, Hochhäuser, Große Mauer usw. Chronologische Reisereports sind nicht so spannend, find ich. Heute soll´s erst mal um die Reise allgemein gehen. Wir waren in Beijing, Tianjin, Shanghai und Suzhou. Unser "Basiscamp" haben wir in Beijing aufgeschlagen, da wir  dort kostenlos in einem Apartment meiner chinesischen Freundin gewohnt haben.


Die An- und Abreise erfolgte mit dem größten Passagierflugzeug der Welt - dem A 380 - 800. Und ich muss sagen: ja, so lässt sich auch die Economy Class für mehr als 8 Stunden sehr erträglich gestalten: leiser, bequemer, mehr Platz und ein individuelles Bord-Entertainmentprogramm leisten dazu einen beträchtlichen Beitrag.
Das Riesenbaby der LH

Innenraum

In Beijing angekommen, wurden wir von für die Jahreszeit absolut erträglichen Temperaturen angenehm überrascht: es war zwar deutlich schwüler als in Deutschland, allerdings hatten wir angenehme 26 Grad. Die Luft war immer noch schlecht, aber das ist sie im Sommer aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit immer. Pünktlich zu Anfang September gab es einen nächtlichen Regenschauer und am 3. war die Luft trocken, kühl und der Himmel blau... sigh... Vorher-Nachher-Vergleich unten.

23. August

23. August

3. September

3. September - jaaaa, da hinten gibt´s auch Berge...!


Die  Wohnung meiner Freundin liegt ca. 10 Minuten vom Tian´an men chang (Platz des Himmlischen Friedens) entfernt. Somit also mitten drin, zentraler wohnt man nur noch in der Verbotenen Stadt ;-) Direkt daneben befindet sich eine Riesenmall, diverse kleine Restaurants, sowie ein ehemaliger Prinzenpalast. Die Wohnung ist riesig, sie hat 2 Schlafzimmer, ein Arbeitszimmer, 2 Bäder, große Küche und einen Balkon. Da meine Freundin zur Zeit in Boston ist, haben wir das ganze Appartement für uns gehabt.

Prinzenpalast mit angrenzender Mall links

Restaurants - gleich das erste links unten wird noch weitere Erwähnng finden :-)

Die Mall "New World" der Übergang führt von einem ins andere Gebäude

Wohnzimmer
Am ersten Tag mussten wir noch bis zum Abend durchhalten, was wir durch intensives Shoppen und Brautkleider-Abchecken getan haben. Zumindest ich. Der Mann hat jede sich bietende Gelegenheit zum Nickerchen genutzt ;-) Um 21 Uhr Ortszeit sind uns dann nach über 30 Stunden wach sein, die Lichter ausgegangen. Um 3 Uhr Ortszeit war ich wieder wach... Toll. Nach ca. 1 Stunde bin ich aber zum Glück wieder eingeschlafen und wir haben dann den nächsten Tag in Beijing damit verbracht, uns nach einem Abstecher zum Wholesale-Market am Zoo weiter zum Büro meiner Firma zu tingeln, die da auf dem Weg liegt ist. Zufälligerweise hatten die abends grad ein Social Event, d.h. sie gingen Abendessen. Da wir uns anschließen duften, sind wir in den Genuss von ausgezeichneten Speisen aus der Provinz Sichuan (auch Szechuan) gekommen und das in einer sehr coolen Location, auf der Dachterrasse des Restaurants. Dem Thema "Essen" werde ich noch einen gesonderten Post widmen, hier sei nur so viel gesagt, dass Essen gehen die Freizeitbeschäftigung Nr. 1 in China ist.



Dienstag, 21. August 2012

Last post before China: Low Carb Indisch

So meine Lieben, morgen geht´s ab ins Reich der Mitte - endlich wieder - ich war seit 3 Jahren nicht mehr dort und leide schon an Entzugserscheinungen... Für manche mag das nicht nachvollziehbar sein, aber ich spreche Chinesisch und habe dort auch längere Zeit gelebt, so dass es für mich wie eine zweite Heimat geworden ist.

Wie dem auch sei, bevor ihr einen (oder mehrere) Reiseberichte lesen könnt, poste ich nochmal was zum Thema Low Carb. China eignet sich übrigens super als LC-Land, da man dort hauptsächlich Fleisch, Fisch und Gemüsegerichte isst. Reis ist nur "Dekoration" und als "arme-Leute-Essen" verpönt. Aber zurück zum Thema.

Wir mögen sehr gerne indische Currys, jedoch habe ich nicht immer all die vielen Gewürze im Haus. Aus diesem Grund habe ich mich bei Alnatura mal etwas umgesehen und bin dort auf zwei Curry-Fertigmischungen von Beltane gestoßen, die mich sehr angesprochen haben: "Chicken Kashmir" und "Madras Curry", wobei Madras geschmacklich die Nase etwas weiter vorn hat, weil es würziger ist.

Die Zutaten sind nichts anderes als Gewürze, ohne natürliche oder künstliche Geschmacksverstärker wie Glutamat oder Hefe. Alles aus biologischem Anbau. Die Zubereitung ist bei beiden Gerichten wahnsinnig einfach. Zuerst werden die Gewürze aus Beutel Nr. 1 in heißem Öl erhitzt, bis sie duften. Dann wird Fleisch und Gemüse hinzugegeben und gebraten. Dann Flüssigkeit und Beutel Nr. 2. 5 Minuten fertiggaren und es sich schmecken lassen. Hier mal ein Beispiel von Chicken Kashmir:

Zutaten / Zubereitung lt. Packung:

  • 300 g Putenbrust
  • 1 kleine Zwiebel
  • 100 ml Sahne (ich nehm Cremefine oder Milch)
  • 100 ml Wasser
  • 1-2 Esslöffel Speiseöl
  1. Putenbrust würfeln, Zwiebel klein schneiden, Sahne und Wasser bereitstellen.
  2. Speiseöl zusammen mit der Würzmischung 1 (kleiner Beutel) in eine nicht-haftende Pfanne geben. Anschließend Kochplatte erhitzen. Sobald die Gewürze ihren Duft verströmen, Fleisch und Zwiebeln zugeben und kräftig anbraten.
  3. Wasser und Sahne zugeben, die Würzmischung 2 (großer Beutel) einrühren und bei geschlossenem Deckel auf kleiner Stufe in ca. 5 Minuten fertig garen. Gelegentlich umrühren.
 Ich habe auch schon die Flüssigkeit durch 250 ml Kokosmilch ersetzt, das hat auch sehr gut geschmeckt.

Inhaltsstoffe:


Würzmischung 1 zum Anbraten
Meersalz, Knoblauch*, Koriander*, Pfeffer*, Paprika*, Kümmel*, Chili*, Muskatblüte*, Lorbeer*, Zimt*

Würzmischung 2 zum Garen
Reismehl*, Kartoffelstärke*, Meersalz, Paprika*, Zwiebeln*, Petersilie*, Rohrzucker*, Sellerie*, Pfeffer*, Sonnenblumenöl*
*aus kontrolliert biologischem Anbau
100% natürliche Zutaten, ohne Geschmacksverstärker, ohne Hefeextrakt, ohne gehärtete Fette, ohne Farbstoffe, ohne mod. Stärken

Nährwerte:

 

bei Zubereitung
lt. Anleitung
pro
100 g
pro Portion
275 g
Brennwert 142 kcal 
(595 kJ) 
390 kcal
(1634 kJ)
Eiweiß 14,6 g 40,0 g
Kohlenhydrate    2,5 g 7,0 g
- Zucker 1,6 g 4,3 g
Fett 8,2 g 22,5 g
- gesättigte
Fettsäuren
3,9 g 10,6 g
Ballaststoffe 0,3 g 0,9 g
Natrium 345,2 mg   947,7 mg

Ich benutze nie Fertigmischungen, außer diesen beiden. Werde bei Gelegenheit sicher auch noch weitere Mischungen ausprobieren. Man kann sowohl Madras Curry als auch Chicken Kashmir einfach variieren, indem man bspw. noch Mandeln dazu gibt oder ein weiteres Gemüse, wie Brokkoli.

Und die Bilder: